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Spielinformation

9. Spieltag
📋Spielverlauf
35'
1:0
Finn Porath
Holstein Kiel
35'
1:0
Finn Porath
Holstein Kiel
51'
Timo Becker
Holstein Kiel
🟨
51'
Timo Becker
Holstein Kiel
🟨
58'
2:0
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
58'
2:0
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
90'
2:1
Kai Pröger
Jahn Regensburg
90'
2:1
Kai Pröger
Jahn Regensburg
📰Spielberichte & Kommentare
13.10.2024 21:24 Uhr
Holstein Kiel gewinnt den Nervenkrimi gegen den bislang sehr überzeugenden Wiederaufsteiger vom Jahn aus Regensburg.

Trotz positiver Resultate ist man in Kiel bis dato nich nicht mit sich im Reinen und deshalb wurde heute wie schon zuletzt gegen Paderborn ein eher risikoarmer taktischer Ansatz gewählt.

Es war offensichtlich, dass beide Teams über spielerische Lösungen zum Erfolg kommen wollten.

So ergab sich in der Anfangsphase eine ausgeglichene Verteilung der Spielanteile, ohne dass eine der beiden Mannschaften offensiv zwingend werden konnte. 

Die vorderste Kieler Pressinglinie agierte tiefer als gewohnt, spätestens ab der Mittellinie sollte jedoch klares, koordiniertes Pressing ausgeübt werden. Oft fehlte es aber an Aggressivität und die Regensburger waren regelmäßig in der Lage, das Pressing zu überspielen. Es fehlte dann jedoch an Ideen, um gefährlich in den Strafraum vorzudringen.

Also brauchte es eine Einladung der Kieler: In der 21. Minute erobert Kleine-Bekel tief den Ball, Becker spielt anschließend aus der Drehung einem haarsträubenden Fehlpass in den Fuß des Gegenspielers. Schnell wird Pröger gesucht, der eine erste gute Torchance hat, den Abschluss dann aber genau auf die Brust von Timon Weiner setzt, der wiederum keine Probleme hat, den Versuch zu entschärfen. 

Quasi im Gegenzug sind die Gäste bei einem Kieler Einwurf auf der rechten Außenbahn nicht hellwach und drei Stationen später hat Pichler seinerseits die erste gute Chance für die KSV. Torwart Gebhardt verkürzt jedoch aus kurzer Distanz geschickt den Winkel und kann den Schuss entschärfen (24. Minute).

Es dauert weitere zehn Minuten bis zum nächsten Highlight. Diesmal ist es eine Standardsituation. Regensburg gewinnt im Zentrum das Kopfballduell, Porath ist anschließend aber gieriger auf den zweiten Ball und trifft zur Führung der Gastgeber.

Nur wenige Minuten darauf große Aufregung auf der anderen Seite: Ein Angreifer des SSV Jahn kommt im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt - Strafstoß für die Gäste. 

An dieser Stelle zeichnen sich die Gäste durch großes Fairplay aus. Wie der Gäste-Coach nach dem Spiel bestätige, hielt er die Entscheidung des Unparteiischen für einen "Witzelfmeter" und der Schütze verschießt absichtlich. Eine höchst respektable Geste, nicht zuletzt angesichts des Spielstands.

Glück hatten die Kieler jedoch nicht nur in dieser Hinsicht. 

In meinen Augen war der Zweikampf zwar unnötig, aber definitiv sehr ungestüm von Kleine-Bekel geführt. Ohne eine Wiederholung der Szene war es nicht zweifelsfrei aufzulösen, aber mein persönliches Empfinden ging eher in Richtung "gerechtfertigter Elfmeterpfiff". 

Zur Pause bleibt es somit beim knappen 1:0 nach Toren bei 2:2 Schüssen und aufgrund des Elfmeters 0,4 zu 1,0 xGoals. In dieser Hinsicht eine etwas glückliche Pausenführung. 



Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Herangehensweise beider Teams optisch erstmal wenig, die torgefährlicheren Szenen hat aber zunächst mal der Gastgeber. Schließlich ist es erneut ein Eckball, der zum Erfolg führt. 

Die Störche haben in der Folge Gelegenheit, die Führung noch weiter auszubauen, aber zuerst scheitert Pichler nach dicker Chance aus dem Spiel heraus am Schlussmann, ehe wiederum ein Eckball Riesengefahr mit sich bringt: Pichlers Kopfball wird vom Verteidiger noch auf der Linie geklärt, der Ball fällt Skrzybski vor die Füße, der aus vier Metern nur noch ins offene Tor schießen muss, den Ball aber stattdessen an die Latte nagelt. 



Mit zunehmender Spieldauer zogen sich die Hausherren weiter zurück, die Gäste erhöhten nochmals den Druck, wollten mit dem Anschlusstreffer wieder in Schlagdistanz kommen. 

Es blieb allerdings dabei, dass den orgetragenen Angriffen im letzten Drittel letztendlich etwas Kreativität fehlte, um die Offensivbemühungen zu finalisieren. Es brauchte weiterhin die Fehler im Aufbau Holstein Kiels - und zwei derer wurden ihnen schließlich auch angeboten. Etwa mit Beginn der Schlussviertelstunde sorgt ein schlimmer Ballverlust von Ivezic für eine große Lücke im Defensivverbund. Sofort wird wieder Kai Pröger in Szene gesetzt, dessen Abschluss aber ein zweites Mal zu harmlos ist, um Weiner zu überwinden. 

Die Gäste erhalten den Druck aufrecht, die Kontersituationen von Kiel werden meist zu schwach ausgespielt. 

In der Nachspielzeit folgt dann der angesprochene zweite Fehler. Nach Balleroberung durch Komenda gibt dieser den Ballbesitz mit der Anschlussaktion sofort wieder ab, noch einmal wird Pröger mit einem Steckpass bedient und diesmal bleibt er cool, trifft mit der letzten Aktion der Partie zum 2:1 - aus Sicht des SSV Jahn leider zu spät, um nochmal an der heutigen Punkteverteilung zu rütteln.



Die Zahlen zur Partie:



KIEL  -  REGENSBURG 



Ballbesitz: 46% - 54%

Ballrückeroberungszeit: 10 s - 9 s

Schüsse: 7 - 4

Schüsse aufs Tor: 6 - 3

xGoals: 2,1 - 1,9

Pässe: 177 - 165

Passgenauigkeit: 86% - 89%

Zweikämpfe: 22 - 22

davon gewonnene: 6 - 5

abgefangene Bälle: 14 - 16

Abseitsstellungen: 2 - 1

Ecken: 4 - 0



Am Ende behalten die Kieler Störche drei Punkte im Norden, zugegebenermaßen durchaus unerwartet, sowohl vor dem Hintergrund der bisherigen Regensburger Ausbeute als auch vor dem Hintergrund der eigenen bisherigen Leistungen.

Heute war es ein durchweg auf Augenhöhe geführtes Duell und ein Remis wäre vermutlich kein ungerechtes Ergebnis gewesen. Die Standardsituationen haben letztlich den Unterschied gemacht. 



Zu guter Letzt sage ich noch einmal "Dankeschön" für die Fairplay-Geste in der ersten Halbzeit.

Ich wünsche dem SSV Jahn Regensburg weiterhin viel Erfolg! Sie sind sicherlich einer der großen Favoriten im Kampf um die Aufstiegsplätze.









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