Spielinformation

11. Spieltag
📋Spielverlauf
48'
1:0
Ritsu Doan
SC Freiburg
48'
1:0
Ritsu Doan
SC Freiburg
59'
2:0
Eren Dinkçi
SC Freiburg
59'
2:0
Eren Dinkçi
SC Freiburg
67'
2:1
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
67'
2:1
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
71'
3:1
Michael Gregoritsch
SC Freiburg
71'
3:1
Michael Gregoritsch
SC Freiburg
85'
4:1
Vincenzo Grifo
SC Freiburg
85'
4:1
Vincenzo Grifo
SC Freiburg
📰Spielberichte & Kommentare
28.10.2024 22:19 Uhr
Uff, das ist eine groteske Niederlage aus Sicht der Gäste. 

Die Probleme mit dem anspruchslosen Passspiel bestanden auch in dieser Partie, so war Kiel auf mehr Sicherheit bedacht.

Der Auftakt gestaltete sich hektisch, auf beiden Seiten war die Kugel in den ersten Minuten sehr schnell weg. Nach und nach hat dann allerdings Holstein Kiel die Kontrolle über das Geschehen übernommen, das Gegenpressing funktionierte verhältnismäßig gut und der SC Freiburg fand im ersten Durchgang überhaupt keine Lösungen. Die Gäste brannten auch kein Offensivfeuerwerk ab, aber die Partie lief nur in eine Richtung und die eine oder Gelegenheit tat sich schließlich doch auf. Pichler vergibt zunächst zweimal, ehe nach einer Ecke die größte Chance der ersten Halbzeit entstand, aber der Kopfball von Kleine-Bekel konnte durch einen Verteidiger noch auf der Torlinie für den bereits geschlagenen Atubolu geklärt werden. 

Zur Pause standen 46% - 54% Ballbesitz bei 9 sec - 6 sec Ballrückeroberungszeit zu Buche, obwohl ich gestehen muss, dass sich die Ballbesitzverhältnisse für mich wesentlich einseitiger angefühlt haben und ich von dem geringen Wert überrascht gewesen bin. Ähnliches gilt für die Passwerte zur Pause (79% - 82%). Ansonsten zeigten die Zahlen 0 - 4 Schüsse und 0,0 zu 2,0 xGoals, eine Pausenführung ist für Holstein Kiel also durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. 



Nach dem Seitenwechsel nimmt das Unheil dann seinen Lauf. 

Nach eigenem Anstoß ist es im Kieler Ballbesitz wieder ein vollkommen vermeidbarer Fehlpass, Freiburg spielt einen hohen Pass an die Strafraumkante, der nicht mal wirklich scharf geschlagen war, trotzdem findet die Innenverteidigung überhaupt nicht mehr in die Ordnung zurück und Doan besorgt mit der ersten Torannäherung der Hausherren überhaupt für die umjubelte Führung. 

Danach war es spannend zu sehen, was dieses Tor mit diesem Spiel angestellt hat, ohne dass einer der beiden Trainer zur Pause taktische Veränderungen vorgenommen hatte.

In Kiels Defensive stellt sich Chaos ein, die zweiten Bälle gehen ausschließlich an die Freiburger, die mehrfach gefährlich in die Tiefe vorstoßen und die Viererkette der Gäste dabei problemlos überlaufen. Dinkci nutzt eine solche Gelegenheit schließlich aus spitzem Winkel zum 2:0. 

Zwar kann Skrzybski mit dem Anschlusstreffer nochmal für Hoffnung sorgen, doch diese währte nur wenige Augenblicke. 

Postwendend schlagen die Breisgauer zurück, doch wieder muss sich die Innenverteidigung Kiels an die eigene Nase fassen. 

Ein vollkommen uninspirierter Lupfer in den Strafraum wird frühzeitig antizipiert, der Ball steht ewig in der Luft und doch schaut Kleine-Bekel gegen Gregoritsch nur zu,  diesen Zweikampf darf der Angreifer niemals für sich entscheiden. Der Österreicher bleibt eiskalt und stellt den alten Abstand wieder her.

Die Schlussphase birgt dann noch die Kirsche auf der Sahne: Kleine-Bekel könnte bei seiner Grätsche nicht noch klarer den Ball spielen, doch der Schiedsrichter entscheidet unverständlicherweise auf Strafstoß und Grifo setzt den Schlusspunkt, gestaltet das Ergebnis mit dem 4:1 plötzlich sogar deutlich. 



Die Zahlen nach 90 Minuten:



FREIBURG  -  KIEL



Ballbesitz: 48% - 52%

Ballrückeroberungszeit: 8 s - 7 s

Schüsse: 10 - 7

Schüsse aufs Tor: 5 - 4

xGoals: 2,4 - 2,8

Pässe: 132 - 166

Passgenauigkeit: 80% - 81%

Zweikämpfe: 17 - 29

davon gewonnene: 6 - 9

Abgefangene Bälle: 21 - 19

Abseitsstellungen: 1 - 0

Ecken: 1 - 2



Das Endresultat fällt letztlich viel zu hoch aus, aber auch den beiden sehr verschiedenen Halbzeiten zum Trotz wäre mindestens ein Punkt für die Kieler Störche verdient gewesen. 

In der zweiten Halbzeit lief dann wirklich alles gegen die Gäste, es kam Vieles zusammen.



Herzlichen Glückwunsch an die Freiburger und weiterhin viel Erfolg!
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