Spielinformation

5. Spieltag
📋Spielverlauf
28'
1:0
Julian Green
SpVgg Greuther Fürth
28'
1:0
Julian Green
SpVgg Greuther Fürth
43'
Gideon Jung
SpVgg Greuther Fürth
🟨
43'
Gideon Jung
SpVgg Greuther Fürth
🟨
50'
2:0
Colin Kleine-Bekel
Holstein Kiel
🥅
50'
2:0
Colin Kleine-Bekel
Holstein Kiel
🥅
64'
Roberto Massimo
SpVgg Greuther Fürth
🟨
64'
Roberto Massimo
SpVgg Greuther Fürth
🟨
69'
2:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
69'
2:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
📰Spielberichte & Kommentare
30.01.2025 20:46 Uhr
Holstein Kiel reist mit großer Enttäuschung aus Bayern ab. 

Tatsächlich rechnete man sich beim Auftritt in Fürth nur wenige bis gar keine Chancen aus. 

Die Störche wussten ganz genau, dass in dieser Partie jeder noch so kleine Fehler verheerende Konsequenzen mit sich bringen könnte. 

Insofern war man auf Sicherheit im eigenen Passspiel und konsequente Zweikampfführung bedacht. 

Zunächst ging das auch gut auf. Die Zuschauer sahen ein enges Spiel, in dem die Hausherren allerdings etwas drängender auftraten. Holstein Kiel ließ sich phasenweise zu tief in die eigene Hälfte drücken, was das Umschaltspiel schwieriger machte. Dennoch stand der Defensivverbund der Gäste gut geordnet und stabil. 

Nach einer knappen halben Stunde bieten die Gäste schließlich zum allerersten Mal zu viel Platz an, stehen zu weit von den Gegenspielern entfernt und sofort bestraft das Kleeblatt diese Nachlässigkeit mit dem 1:0-Führungstreffer.

In der Folge wurde die KSV offensiv aktiver.

An einen Eckball schließt sich dann eine dreifache Top-Chance für Kiel an, aber der Torwart, Nils Körber, war nicht zu bezwingen.



Zur Pause ein paar Zahlen:



57% - 43% Ballbesitz, 14 sek - 12 sek Ballrückeroberungszeit, 93- 71 Pässe bei 87% - 83% Passgenauigkeit und 2:3 Schüsse bei 0,5 zu 1,1 xGoals



Ein Unentschieden zur Pause wäre demnach durchaus gerecht gewesen. 



Kurz nach dem Seitenwechsel wird es für den Gast aus Kiel noch ungemütlicher. 

Bei einem Angriff über die linke Seite drückt schließlich der Kieler  Innenverteidiger Komenda eine flache Hereingabe des Gegners über die eigene Torlinie - eine unglückliche Szene und obendrein die ganz kalte Dusche nach dem dampfenden heißen Pausentee.



Allerdings behielten die Gäste ihre gute Abwehrarbeit aus der ersten Hälfte bei und gelangten ihrerseits vermehrt zu gefährlichen Vorstößen. 

In der 69. Spielminute belohnt Pichler sich und seine Mannschaft endlich mit etwas Zählbarem, köpft mutterseelenallein aus wenigen Metern zum Anschluss in die Maschen. 

Die Störche spielten nunmehr auf den Ausgleich, der Erfolg blieb aber aus. 

In der 85. Spielminute unterläuft Holstein Kiel schließlich der erste grobe Fehler im eigenen Ballbesitz. Im Spielaufbau lädt Javorcek die Hausherren mit einem haarsträubenden Fehlpass ein, daraus folgt eine Triple-Chance für das Kleeblatt, welche die Gäste letzten Endes aber schadlos überstehen. 

In der Nachspielzeit sorgen die Gastgeber für den letzten Höhepunkt der Partie, doch auch diese Doppelchance bleibt folgenlos.

Am Ende bringt Greuther Fürth die knappe Führung über die Ziellinie und behält alle drei Punkte in der Heimat.



Für die Gäste ist es ärgerlich, dass die lange Reise aus dem hohen Norden nicht mit einem Punktgewinn belohnt worden ist, denn bis zur 85. Minuten lagen die xGoals-Werte bei 0,5 zu 2,1 (also zu Gunsten von Kiel), dennoch war man in der Schlussphase mit einem 2:1-Rückstand konfrontiert. 

Erst die späte Triple- sowie die Doppelchance der Fürther veränderte die Statistik nochmal deutlich zu ihrem Vorteil.



Hier die abschließenden Zahlen: 



FÜRTH  -  KIEL



Ballbesitz: 59% - 41%

Ballrückeroberungszeit: 11 s - 14 s

Schüsse: 8 - 5

Schüsse aufs Tor: 4 - 4

xGoals: 3,1 - 2,1

Pässe: 166 - 140

Passgenauigkeit: 90% - 83%

Zweikämpfe: 11 - 33

Davon gewonnene: 6 - 9

Fouls: 2 - 1

Abgefangene Bälle: 9  - 15

Abseitsstellungen: 0 - 1

Ecken: 1 - 1



Die Zahlen legen nahe, dass Greuther Fürth in den spielerischen Aspekten etwas stärker daherkam. Daraus resultierte letztlich auch der Eindruck, dass die Hausherren unterm Strich das drückendere Team gewesen sind, insbesondere im ersten Durchgang. 

Mit nur 140 Pässen verbucht Holstein Kiel derweil einen neuen Tiefstwert im Hinblick auf die absoluten Zahlen gespielter Pässe. Das spricht dafür, dass die Fürther ein gutes Anlaufverhalten gezeigt und das Feld bei Kieler Ballbesitz eng gemacht haben. 

Allerdings hatten die Kieler ihrerseits einige sehr gute Pressingsequenzen, für die sie sich leider nicht belohnen konnten. 



Natürlich kann man nach dem Schlusspfiff einen knappen Heimsieg durchaus unterschreiben, dennoch bleibt das Gefühl, dass für die Gäste heute mehr drin gewesen ist. 

Das Spielglück lag heute eher auf Seiten des Kleeblatts, das seine einzige Chance im ersten Durchgang eiskalt verwertete, während Kiel seine dreifache Chance nicht nutzen konnte. 

Kurz vor der Pause nimmt Jung bei einem sehr klugen Foul die gelbe Karte in Kauf und verhindert dadurch die dicke Chance auf den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel fällt dann das unglückliche Eigentor zum 2:0.

Nichtsdestotrotz steckten die Gäste nicht auf und glaubten an ihre Chance, zurückzukommen. Schlussendlich waren sie nah dran, doch noch einen überraschenden Punkt mitzunehmen.



Herzlichen Glückwunsch zum Sieg und weiterhin viel Erfolg 
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