Comeback ohne Wow-Effekt
Das Comeback ohne Wow-Effekt


Als Anfang der letzten Saison Mr.Brightside aus der Frührente zurückkehrte und bei seiner ersten Trainerstation OGC Nizza einen 2-Saisons-Vertrag unterschrieb ging eine große Euphoriewelle durch die Küstenstadt der Cote d' Azur.
Von den Medien (1. Bericht Frankreich, Homeboy) als Meisterschaftskandidat gesehen, wurde Mitte der Saison klar, dass es dem Team an Beständigkeit fehlt. Früher einmal ein Abwehrbollwerk, jetzt sind es 54 Gegentore in 38 Spielen. Das macht 1,42 Gegentore pro Spiel.
"Das lässt sich auch nicht mit 99 Toren im Angriff kompensieren, vorne gewinnst du Spiele, hinten gewinnst du Meisterschaften."
Neben 2€, die ins Phrasenschwein fließen hat der Trainer recht. Lyon zeigte, dass es nur mit einer kontinuierlich starken Defensive in Richtung Titel gehen kann. Doch wer hat überhaupt angefangen in Nizza von der Meisterschaft zu reden?
"Das waren die Medien. Wir haben über das Pokalfinale die Europa League erreicht und sind in einer stark besetzten Liga auf Platz 5 gelandet. Hätte uns das vor der Saison jemand gesagt, hätten wir das sofort unterschrieben!"
Dass es ausgerechnet in der Defensive so schlecht läuft verwundert, weil eigentlich der Angriff starke Verluste machte:
"Nachdem das mit Hatem Ben Arfa nicht geklappt hat, verließ uns auch Dario Cvitanich. Damals machte er noch über 50 Tore pro Saison, der fehlt uns natürlich!"
In der Abwehr soll es in der kommenden Saison stabiler werden:
"Wir werden deutlich defensiver spielen, viele Gegentore fielen viel zu einfach. Wenn wir es schaffen an der Baustelle zu arbeiten, ist vielleicht wieder die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb drin"
Man wird sehen, wie sich OGC Nizza entwickelt. Doch eins ist bereits klar: Einen "Wow-Effekt" hat es hier nicht gegeben und wird es aller Voraussicht auch nicht geben.

