⚽Spielinformation
5. Spieltag📋Spielverlauf
5'
1:0
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
5'
1:0
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
39'
1:1
Luca Waldschmidt
1. FC Köln
39'
1:1
Luca Waldschmidt
1. FC Köln
52'
2:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
52'
2:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
52'
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
52'
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
56'
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
56'
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
📰Spielberichte & Kommentare
16.10.2024 08:16 Uhr
Danke wünsche ich dir auch.
Ein sehr großes Lob auch an deinen Bericht. Große Klasee und macht Spaß zum lesen :) auch wenn das Ergebnis nicht gepasst hat von meiner Seite aus ????
Ein sehr großes Lob auch an deinen Bericht. Große Klasee und macht Spaß zum lesen :) auch wenn das Ergebnis nicht gepasst hat von meiner Seite aus ????
16.10.2024 00:58 Uhr
Nach der Niederlage in Hannover findet Holstein Kiel vor heimischem Publikum gegen den 1. FC Köln vorläufig zurück in die Spur. Das gilt jedenfalls für das Ergebnis, spielerisch wohl eher nicht.
Eigentlich beginnt das Spiel aus Sicht der Gastgeber ideal. Ljubi?i? bittet in der eigenen Hälfte im Rahmen des Kölner Spielaufbaus zum Tänzchen. Porath antizipiert gut und erobert den Ball, setzt sofort den in die Tiefe startenden Skrzybski in Szene, der erstmals frei vor dem Kölner Gehäuse auftaucht und eiskalt zur frühen Führung vollstreckt. Das Ding geht wohl zu großen Teilen auf Ljubici?.
In der Folge entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Höhepunkten. Beide Teams neutralisieren sich weitestgehend und das Geschehen spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab, es gibt nur wenige Torannäherungen.
Wenige Minuten vor der Halbzeitpause zeigen sich die Hausherren dann aber zu passiv im Spiel gegen den Ball. Die Gäste schieben sich die Kugel geduldig auf der linken Außenbahn mehrfach hin und her. Die Störche schauen nur zu, ehe schließlich der Pass ins Zentrum auf Waldschmidt folgt. Der Stürmer hat zwar keine freie Schussbahn, das kommt ihm in dieser Szene jedoch zugute: Der Schuss von Waldschmidt wird von Komenda entscheidend abgefälscht und Timon Weiner muss den Gegentreffer chancenlos hinnehmen.
Zur Pause stehen 2:3 Schüsse bei 0,9 zu 0,6 xGoals und folgerichtigen 1:1 Toren auf dem Papier.
Nach dem Seitenwechsel gelingt erneut den Hausherren der wrste erfolgreiche Schlag. Nach wenigen Minuten bekommen die Kölner in zwei aufeinanderfolgenden Szenen die tiefen Räume hinter der Abwehrkette nicht gut verteidigt, Pichler bleibt cool und nagelt den Ball ins lange Eck.
Die Freude über die erneute Führung währte allerdings nur kurz.
Habe ich eben in der vorigen Partie noch über eine strittige, eine harte rote Karte zum Nachteil von Hannover 96 gesprochen, ist der Platzverweis, der in diesem Duell Steven Skrzybski ereilt hat, schlicht eine skandalöse Entscheidung. Die erste gelbe Karte hat Skrzybski nachträglich für ein Foul erhalten. Ich habe mir die Spielaufzeichnung noch einmal angesehen, um die dazugehörige Aktion aus der 48. Minute anzuschauen. Bei der Entscheidung des Schiedsrichters, auf Foul zu plädieren, gehe ich mit. Skrzybski hat Foul gespielt. Für diese Aktion die gelbe Karte zu zeigen, ob nun sofort oder nachträglich, halte ich dagegen für absolut überzogen und definitiv unangemessen. Noch schlimmer wird es aber bei der zweiten Verwarnung, die den Platzverweis komplettiert. In der betreffenden Szene war absolut gar kein regelwidriges Verhalten zu erkennen, kein Foul und schon gar keine gelbe Karte. Eine Einschätzung, die der Köln-Trainer phihoe87 nach dem Spiel bekräftigt hat.
Schiedsrichter und VAR versagen hier auf ganzer Linie.
Nichtsdestotrotz musste Holstein Kiel sich nunmehr auf eine neue Spielsituation einstellen.
Die Absicht war, sich keinesfalls hinten reindrücken zu lassen, und die knappe Führung über die Zeit zu mauern. Kiel wollte über Entlastungsangriffe das dritte Tor nachlegen. Ein Plan, der nicht gelang. Die Gastgeber konnten keine Torgefahr mehr kreieren.
Anders auf der anderen Seite: Relativ zügig gelang es dem 1. FCK, zwei 1 vs. 1-Situationen mit Torhüter Weiner zu erspielen. In beiden Fällen kann der Schlussmann den Winkel durch Herauseilen geschickt verkürzen und den erneuten Ausgleich verhindern. In der Folge hatten die Kölner zwar weitere vielversprechende Angriffsszenarien, die Defensivreihe der Kieler konnte nun aber immer wieder den finalen Pass unterbinden. Als es schon so aussah, als würden die Gäste zu keinem gefährlichen Torabschluss mehr kommen, begann die Nachspielzeit. Nach Ablauf der regulären 90 Minuten rutscht doch noch mal ein Ball gefährlich durch, Weiner kann den darauffolgenden Schuss zur Ecke abwehren. Der anschließende Eckball kann zunächst geklärt werden, im zweiten Anlauf fliegt dann nochmals eine gefährliche Flanke herein, findet den Kopf eines Kölners, aber erneut ist Weiner zur Stelle und hält den Sieg fest.
Wenige Augenblicke später pfeift der Schiedsrichter die Partie ab.
Köln hat sich also in Überzahl schon noch drei, vier gute Torchancen erarbeitet, konnte aber den Druck, den sie in 35-minütiger Überzahl aufgebaut haben, zu häufig nicht in nennenswerte Torchancen verwandeln. Oft fehlte nur der letzte Pass...
Die Statistik nach Schlusspfiff:
KIEL - KÖLN
Ballbesitz: 49% - 51%
Ballrückeroberungszeit: 9 s - 11 s
Schüsse: 3 - 8
Schüsse aufs Tor: 2 - 6
xGoals: 1,2 - 1,9
Pässe: 166 - 139
Passgenauigkeit: 84% - 80%
Zweikämpfe: 35 - 47
davon gewonnene: 12 - 2
Abgefangene Bälle: 24 -18
Abseitsstellungen: 0 - 0
Ecken: 0 -1
Zum Zeitpunkt des Platzverweises lagen die xGoal-Werte bei 1,2 zu 0,6. Die abschließende Statistik zeigt, dass nach dem Platzverweis - so unberechtigt er auch gewesen ist - nur noch die Gäste ihre Bilanz verbessern konnten. Der Ausgleichstreffer wäre demnach ohne jeden Zweifel verdient gewesen.
Letztlich holt Holstein Kiel also glückliche drei Punkte, über die man im Norden aber sehr froh ist. Eine Mischung aus hoher Effizienz vorne und einer Portion Glück hinten macht's.
Dennoch braucht es endlich Leistungssteigerungen in den kommenden Partien!
Meinem Gegenüber wünsche ich weiterhin viel Erfolg. Er hat die unglückliche Niederlage sportlich genommen.
Bis zum nächsten Mal!
Eigentlich beginnt das Spiel aus Sicht der Gastgeber ideal. Ljubi?i? bittet in der eigenen Hälfte im Rahmen des Kölner Spielaufbaus zum Tänzchen. Porath antizipiert gut und erobert den Ball, setzt sofort den in die Tiefe startenden Skrzybski in Szene, der erstmals frei vor dem Kölner Gehäuse auftaucht und eiskalt zur frühen Führung vollstreckt. Das Ding geht wohl zu großen Teilen auf Ljubici?.
In der Folge entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Höhepunkten. Beide Teams neutralisieren sich weitestgehend und das Geschehen spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab, es gibt nur wenige Torannäherungen.
Wenige Minuten vor der Halbzeitpause zeigen sich die Hausherren dann aber zu passiv im Spiel gegen den Ball. Die Gäste schieben sich die Kugel geduldig auf der linken Außenbahn mehrfach hin und her. Die Störche schauen nur zu, ehe schließlich der Pass ins Zentrum auf Waldschmidt folgt. Der Stürmer hat zwar keine freie Schussbahn, das kommt ihm in dieser Szene jedoch zugute: Der Schuss von Waldschmidt wird von Komenda entscheidend abgefälscht und Timon Weiner muss den Gegentreffer chancenlos hinnehmen.
Zur Pause stehen 2:3 Schüsse bei 0,9 zu 0,6 xGoals und folgerichtigen 1:1 Toren auf dem Papier.
Nach dem Seitenwechsel gelingt erneut den Hausherren der wrste erfolgreiche Schlag. Nach wenigen Minuten bekommen die Kölner in zwei aufeinanderfolgenden Szenen die tiefen Räume hinter der Abwehrkette nicht gut verteidigt, Pichler bleibt cool und nagelt den Ball ins lange Eck.
Die Freude über die erneute Führung währte allerdings nur kurz.
Habe ich eben in der vorigen Partie noch über eine strittige, eine harte rote Karte zum Nachteil von Hannover 96 gesprochen, ist der Platzverweis, der in diesem Duell Steven Skrzybski ereilt hat, schlicht eine skandalöse Entscheidung. Die erste gelbe Karte hat Skrzybski nachträglich für ein Foul erhalten. Ich habe mir die Spielaufzeichnung noch einmal angesehen, um die dazugehörige Aktion aus der 48. Minute anzuschauen. Bei der Entscheidung des Schiedsrichters, auf Foul zu plädieren, gehe ich mit. Skrzybski hat Foul gespielt. Für diese Aktion die gelbe Karte zu zeigen, ob nun sofort oder nachträglich, halte ich dagegen für absolut überzogen und definitiv unangemessen. Noch schlimmer wird es aber bei der zweiten Verwarnung, die den Platzverweis komplettiert. In der betreffenden Szene war absolut gar kein regelwidriges Verhalten zu erkennen, kein Foul und schon gar keine gelbe Karte. Eine Einschätzung, die der Köln-Trainer phihoe87 nach dem Spiel bekräftigt hat.
Schiedsrichter und VAR versagen hier auf ganzer Linie.
Nichtsdestotrotz musste Holstein Kiel sich nunmehr auf eine neue Spielsituation einstellen.
Die Absicht war, sich keinesfalls hinten reindrücken zu lassen, und die knappe Führung über die Zeit zu mauern. Kiel wollte über Entlastungsangriffe das dritte Tor nachlegen. Ein Plan, der nicht gelang. Die Gastgeber konnten keine Torgefahr mehr kreieren.
Anders auf der anderen Seite: Relativ zügig gelang es dem 1. FCK, zwei 1 vs. 1-Situationen mit Torhüter Weiner zu erspielen. In beiden Fällen kann der Schlussmann den Winkel durch Herauseilen geschickt verkürzen und den erneuten Ausgleich verhindern. In der Folge hatten die Kölner zwar weitere vielversprechende Angriffsszenarien, die Defensivreihe der Kieler konnte nun aber immer wieder den finalen Pass unterbinden. Als es schon so aussah, als würden die Gäste zu keinem gefährlichen Torabschluss mehr kommen, begann die Nachspielzeit. Nach Ablauf der regulären 90 Minuten rutscht doch noch mal ein Ball gefährlich durch, Weiner kann den darauffolgenden Schuss zur Ecke abwehren. Der anschließende Eckball kann zunächst geklärt werden, im zweiten Anlauf fliegt dann nochmals eine gefährliche Flanke herein, findet den Kopf eines Kölners, aber erneut ist Weiner zur Stelle und hält den Sieg fest.
Wenige Augenblicke später pfeift der Schiedsrichter die Partie ab.
Köln hat sich also in Überzahl schon noch drei, vier gute Torchancen erarbeitet, konnte aber den Druck, den sie in 35-minütiger Überzahl aufgebaut haben, zu häufig nicht in nennenswerte Torchancen verwandeln. Oft fehlte nur der letzte Pass...
Die Statistik nach Schlusspfiff:
KIEL - KÖLN
Ballbesitz: 49% - 51%
Ballrückeroberungszeit: 9 s - 11 s
Schüsse: 3 - 8
Schüsse aufs Tor: 2 - 6
xGoals: 1,2 - 1,9
Pässe: 166 - 139
Passgenauigkeit: 84% - 80%
Zweikämpfe: 35 - 47
davon gewonnene: 12 - 2
Abgefangene Bälle: 24 -18
Abseitsstellungen: 0 - 0
Ecken: 0 -1
Zum Zeitpunkt des Platzverweises lagen die xGoal-Werte bei 1,2 zu 0,6. Die abschließende Statistik zeigt, dass nach dem Platzverweis - so unberechtigt er auch gewesen ist - nur noch die Gäste ihre Bilanz verbessern konnten. Der Ausgleichstreffer wäre demnach ohne jeden Zweifel verdient gewesen.
Letztlich holt Holstein Kiel also glückliche drei Punkte, über die man im Norden aber sehr froh ist. Eine Mischung aus hoher Effizienz vorne und einer Portion Glück hinten macht's.
Dennoch braucht es endlich Leistungssteigerungen in den kommenden Partien!
Meinem Gegenüber wünsche ich weiterhin viel Erfolg. Er hat die unglückliche Niederlage sportlich genommen.
Bis zum nächsten Mal!
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