Zwischen Ohio und Dortmund
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Mittlerweile ist er einer von den Menschen, die er laut eigener Aussage nie werden wollte. Ein Pendler zwischen den Dimensionen. Aus der Schweiz über das Ruhrgebiet bis nach Columbus in Ohio. Homeboy wollte ursprünglich ein entspanntes Leben als Trainer führen. Der gelernte Fussballlehrer ist aktuell in Luzern, Dortmund und Columbus tätig. Drei Teams und jedes eigene fordert viel Kraft ein. Wir hatten trotzdem die Gelegenheit ihn zu einem kurzen Interview am Flughafen in Newark (Ohio) zu erwischen.

Sky: Hallo Homeboy, Sie haben erst heute den Vertrag in Luzern unterschrieben, also beginnen wir mit einer Frage zu Ihrem neuen Team. Warum der Wechsel in die Schweiz?
Homeboy: Das kam eher spontan, Sportdirektor und Vorstandsvorsitzender riefen mich an, nannten mir konkrete Konditionen und mögliche Vertragsinhalte. Wir befanden uns in dem Gespräch direkt auf Augenhöhe und waren uns symphatisch. Klare Aussagen gefallen mir, also stornierte ich meinen Flug Richtung Düsseldorf und flog stattdessen in die Schweiz und unterschrieb den Vertrag. Unverhofft kommt oft...
Sky: Doch nach Düsseldorf fliegen müssen Sie in den kommenden Stunden ja auch wieder? Wie sieht ihr Fazit zur vergangenen Saison in Dortmund aus?
Homeboy: Genau, ich bereite hier in Columbus nun das Team auf die kommende Woche vor und fliege dann wieder nach Deutschland. Es war eine enttäuschende erste Saison als Trainer des BVB. Wir wollten in die Champions League und haben es nicht geschafft. Mit zu vielen Unentschieden und der ein oder anderen vermeidbaren Niederlage haben wir uns viel verspielt. Das mag vielleicht auch an dem Druck liegen, den das Trainerteam und ich uns selbst gemacht haben. Das wirkte teilweise lähmend, ich hoffe das wir es in dieser Saison abstellen können.
Sky: Wir drücken Ihnen die Daumen. Nun zu Ihrer ursprünglichen Heimat. Ihre Eltern sind geborene US-Citizens. Wieviel liegt Ihnen daher an Columbus und was sind die Ziele langfristig?
Homeboy: Dadurch, dass ich natürlich im Herzen immer mit den Staaten in Verbindung bin, liegt mir auch viel an der MLS, insbesondere an meiner Crew. Auch wenn das Fussballgeschäft schnelllebig ist, gibt es kaum Optionen, bei denen mittelfristig ein Abschied anstünde. Lediglich ein Wechsel in die Heimat meiner Eltern (New Jersey) wäre denkbar (sprich New York), da sie auch nicht mehr so flexibel sind wie früher. Als Ziel gesetzt habe ich mir das Halbfinale der Playoffs. Wir sind natürlich ambitioniert.
Sky: Viel Erfolg, vielleicht kriegen wir Sie in der Saison nochmal irgendwo am Flughafen. Dankeschön.
Homeboy: Gerne, hier verbringe ich momentan einen Großteil meiner Zeit.


Freue mich drauf, wenn du den BVB dort hinbringst, wo er hingehört!